Iron-Bike Race – End of Season 2017

Ziemlich müde vom Perskindol Swiss Epic und arbeitstechnisch in den Seilen hängend, konnte ich mich am Samstag noch kurzerhand von der 101km auf die 53km Strecke ummelden. Für die lange Strecke hätte ich definitiv die Beine nicht mehr gehabt. Am frühen Sonntagmorgen am Start auf dem Klosterplatz von Einsiedeln war ich nach dem Bikersegen des Abtes sehr motiviert und ich freute mich auf das letzte Rennen. Die Startphase entlang des Sihlsees nach Willerzell war wie immer sehr nervös und ich war froh, als es dann endlich in die Steigung hinauf zur Sattelegg ging und das Feld sich in die Länge zog. Ich fuhr verhalten in die Steigung rein, irgendwie waren meine Beine überhaupt nicht auf Renntemperatur und der Kopf wollte auch nicht so recht.

Einsamer Leidensweg in der Fläche vor Unteriberg!

Je länger es aufwärts ging, desto mehr kam es mir vor nicht vom Fleck zu kommen. Bei den steileren Passagen vor dem höchsten Punkt ging es dann wieder etwas besser und schon bald kam VESTO-Urs, der 5 Minuten nach mir ins Rennen ging und mir im Nacken lag, in mein Blickfeld. Also war ich nicht sonderlich schnell unterwegs, wenn er mich jetzt schon eingeholt hat, dachte ich und stach in die berühmte „Trämmel-Abfahrt“ wo ich offensichtlich eine Traumlinie erwischte – alles FAHRBAR und auch die nassen Holzrugel waren für meine Stollen problemlos zu bewältigen. So kam ich mit Vorsprung auf Urs nach Euthal. Mein Plan war, so schnell es geht zum nächsten Kulminationspunkt zu fahren um evtl. in der lange Fläche nach Unteriberg das Hinterrad von Urs zu kriegen.

 

Leider schaffte ich dies relativ knapp nicht und so musste ich ziemlich alleine über die Fläche fahren, resp. ich hatte einfach nicht die Beine und den Kopf zum an einer schnellen Gruppe dran zu bleiben. Der letzte Aufstieg klappe dann wieder besser und die Wiesen-Wurzelabfahrt war auch dieses Mal mit Vollgas fahrbar. Leider verlor ich noch den Sprint hinauf über den Klosterplatz zum Ziel gegen eine Juniorin. Halb so schlimm, meine Beine gaben nichts mehr her und ich war echt froh, dass ich meine Saison beenden konnte. Schlussendlich landete ich auf dem dritten Platz der 53km Strecke, nun brauche ich eine Pause und werde meine Beine baumeln lassen.